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DIN EN 15224: Neue Norm für das Gesundheitswesen

Im Fokus der neuen Norm steht die medizinische Dienstleistung. Sie basiert auf der DIN EN ISO 9001:2008, berücktsichtigt jedoch die spezifischen Eigenschaften und Qualitätsanforderungen der Gesundheitsversorgung. Der europaweit gültige Standard kommt einer bereits langjährigen Forderung der WHO nach international standardisierten Regelwerken im Gesundheitswesen nach und ist für medizinische Gesundheitseinrichtungen somit eine echte Alternative zur bisherigen DIN EN ISO 9001:2008.

Im Fokus der neuen Norm steht die medizinische Dienstleistung. Sie basiert auf der DIN EN ISO 9001:2008, berücktsichtigt jedoch die spezifischen Eigenschaften und Qualitätsanforderungen der Gesundheitsversorgung. Der europaweit gültige Standard kommt einer bereits langjährigen Forderung der WHO nach international standardisierten Regelwerken im Gesundheitswesen nach und ist für medizinische Gesundheitseinrichtungen somit eine echte Alternative zur bisherigen DIN EN ISO 9001:2008.

Im Gegensatz zur DIN EN ISO 9001:2008 legt die DIN EN 15224 den Fokus auf die Kernprozesse der Gesundheitsversorgung und die klinischen Prozesse. Sie soll europaweit einen besseren Durchblick durch den bisherigen Güte- und Qualitätssiegel-Dschungel im Gesundheitswesen aufzeigen. Die teilweise eher abstrakten Formulierungen der DIN EN ISO werden dabei durch branchenübliche Begriffe und Qualitätsmerkmale ersetzt, aus „Kunden“ wurden „Patienten“, den „klassischen Produkten“ sind „Gesundheitsdienstleistungen“ gewichen. Integraler Bestandteil ist vor allem das medizinische Risikomanagement, welches in der neuen Norm genau definiert und auch eingefordert wird. Weitere Aspekte der Norm thematisieren z.B. die Kontinuität der Versorgung, die evidenzbasierte Versorgung, die Einbeziehung des Patienten, die Gleichheit bzw. Verfügbarkeit sowie die Rechtzeitigkeit der Versorgung.

Die Patientenzufriedenheit wird in der DIN EN 15224 als „allumfassendes“ Ziel einer im Gesundheitswesen erfolgreich agierenden Organisation definiert. Mit der Patientenzufriedenheit orientiert sich die neue Norm auch an umfassenden Konzeptionen zur Patientenorientierung und Patientensicherheit.

Schließlich schreibt die DIN EN 15224 mehr Eingaben für die Managementbewertung vor als die DIN EN ISO 9001:2008. Beispielsweise werden eine Berichterstattung und eine Bewertung zum Risikomanagement erwartet, in die Vorfälle, unerwünschte Zwischenfälle, ergriffene Maßnahmen, Vorbeugungs- und Korrekturmaßnahmen einfließen müssen.

Aus dem direkten Normenvergleich ergeben sich somit zusätzliche Anforderungen bei Anwendung der DIN EN 15224. Die neuen Anforderungen sollten aufgrund ihrer Wichtigkeit und aufgrund ihrer Brisanz gleichsam als Entwicklungschance und als Entwicklungserfordernis für eine zeitgemäße Organisation der Gesundheitsversorgung aufgegriffen werden.